• Temporäre Tattoos von Tattly - Rosmarin
  • Temporäre Tattoos von Tattly - Salbei

Temporäre Tattoos

Dass die Tattly-Tattoos funktionieren, haben wir schon unter Festival-Bedingungen getestet: locker über mehrere Tage hat man daran Freude. Und umso mehr Spaß macht es, dass auch die ästhetische Qualität stimmt, ganz zu schweigen von der großen Auswahl.

Unsere Neuentdeckung: Die botanischen Wasserfarbenbilder des Franzosen Vincent Jeannerot. Der Aquarellkünstler lebt und arbeitet in Lyon, stellt innerhalb Frankreichs, aber auch weltweit aus und unterrichtet im Rahmen von Workshops im eigenen Atelier.

Die von Tattly angebotenen Motive sind vor allem großblütige Blumen und Kräuter. Pfingstrosen, Hortensien, natürlich Rosen, aber auch Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian verlocken – dezent parfümiert – zum genaueren Hinsehen und -schnuppern.

Kapuzinerkresse

Wir sind große Fans von Kapuzinerkresse im Garten. Die bunten Blüten sehen super aus, sie eignet sich mit den schönen Ranken hervorragend für Beetränder und das Beste: Alle Teile sind essbar. Blätter, Blüten, die grünen Samen und die noch geschlossenen Knospen schmecken würzig und leicht scharf. Eine echte Bereicherung für jeden Salat.

Allerdings ist Kapuzinerkresse ohne Blattläuse kaum möglich. Macht aber nichts. Sie hält auch starken Befall aus und geht so gut wie nie ein. Die Läuse kann man abwaschen und die Kapuzinerkresse dann bedenkenlos essen.

Noch ein Tipp von uns: Da Blattläuse so sehr auf Kapuzinerkresse abfahren, kann man sie sehr gut auch als Blattlausfänger zwischen Rosen oder andere Pflanzen setzen.

Zeit für Paprika

Im Moment kümmern wir uns fleißig um unsere Setzlinge. Heute geht es um Paprika. Die sind natürlich noch nicht auf dem Bild, denn wir beginnen erst mit dem Aufziehen. Deshalb wollen wir Euch jetzt ein paar zusätzliche Tipps geben, mit denen wir immer gute Ergebnisse hinbekommen.

Wir ziehen immer in der Wohnung an und achten darauf, dass Erde und Aussaatgefäße mindestens 12 Stunden beim Zimmertemperatur vorgewärmt wurden. Die Samen werden es Euch danken. Ihr hüpft ja auch nicht gerne in eine kalte Badewanne, oder?

Ganz wichtig ist, dass die Jungpflanzen genügend Wärme und Licht abbekommen. Also unbedingt darauf achten, dass Ihr sie am Fenster oder in hellen Räumen anzieht. Wenn es mit dem Licht eher spärlich aussieht, empfehlen wir euch, auf eine Neonröhre zurückzugreifen. Einfach direkt darüber platzieren und den Pflänzchen 12 Stunden Neonlicht extra gönnen. Eine Zeitschaltuhr ist da hilfreich. Funktioniert prima und ist kein riesiger Aufwand.

Die Pflanzen mögen es gerne konstant warm und feucht. Eine dünne Schicht Sand auftragen und etwas transparente Folie über die Pflanzen, dann bleiben Temperatur und Feuchtigkeit gleichmäßig.

 

Alle Basic-Infos könnt Ihr direkt bei unserer Paprika im Webshop nachlesen.

Viel Erfolg mit Euren Paprikapflanzen.

Samenbomben selber drehen

»Den Anfängern sage ich: Werft einfach die Samenbombe, wenn's euch juckt. Wer jedoch ein richtiger Kämpfer werden will, der muss ans Pflaster ran und den Spaten in die Hand nehmen.« – Dieter Szczesny, Geschäftsführer der Umweltfirma Aries

Die Idee der Saatbomben oder Seed Bombs hatten schon japanische Reisbauern und nordamerikanische Ureinwohner. Neue Bekanntheit haben die kleinen, gehärteten Kugeln aus Erde, Ton und Pflanzensamen mit der Bewegung des Guerilla Gardening bekommen. Diese Bewegung hat in den letzten 10 Jahren breitere Massen rund um den Erdball erreicht hat und ist vor allem in Großstädten aktiv: Hier säen die Guerilla-Gärtner heimlich Pflanzen auf öffentlichen Grünflächen aus oder legen in konzertierten nächtlichen Aktionen ganze Gärten an.

Saatbomben machen die Heimlichtkeit leicht, wie der Name »Bombe« schon nahelegt: schmeißen und weglaufen. Die trockene Kugel aus Ton und Erde schützt die Samen im Innern, sobald es aber regnet, saugt sich die Kugel mit Wasser voll und quillt auf. So können die eingearbeiteten Samen keimen und mühelos die vorher harte Kugel aufbrechen.

Im Zuge der Guerilla Gardening Bewegung boomt inzwischen natürlich auch das Onlinegeschäft mit den Saatbomben. Wir haben ein Rezept zum Selbermachen, solange es im Garten noch nicht so viel zu tun gibt. Ob ihr nun in der Großstadt wohnt oder nicht, es findet sich immer ein Plätzchen, dass mit ein paar Sonnenblumen hübscher aussieht!

  • 1 Teil Samen
  • 3 Teile Blumenerde, gute Qualität
  • 5 Teile rote Tonerde, gibt es im Baumarkt
  • 1 Teil Wasser

Die trockenen Zutaten werden gut vermischt, dann kommt das Wasser dazu. Wenn euch die Masse zu trocken oder zu feucht vorkommt, könnt ihr das durch ein bisschen mehr Wasser bzw. mehr Erde ausgleichen.
Der »Teig« wird dann zu Kugeln geformt (nicht größer als Walnüsse), die Kugeln müssen 1-2 Tage an einem geeigneten Platz trocknen (nicht zu feucht, aber auch nicht an der prallen Sonne). Aufheben könnt ihr die fertigen Saatbomben gut in Baumwollbeuteln, wo sie geschützt sind und belüftet werden. Und dann los!

Zur Auswahl der Samen: Es empfiehlt sich natürlich, robuste, heimische und unempfindliche Pflanzen auszuwählen, denn einmal »ausgesät«, seid ihr nicht mehr dabei, um den Pflänzchen zu helfen. Fangt z. B. mit Margeriten, Sonnenblumen, Ringelblumen oder Mohn an oder recherchiert selber ein bisschen.

Van Gogh durch ein Tilt-Shift-Objektiv

»I haven't edited anything besides the blur. Many of his later paintings are much brighter and more colorful than the rest. I read that he started to use more colours because he wanted to paint things the way he saw them, not the way they were.« – melonshade, Reddit

Die grandiosen Landschaften von Vincent van Gogh, dem niederländischen (Post-) Impressionisten, kennen wohl die meisten. Ein Reddit-User namens melonshade hat ein paar davon gekonnt in Photoshop bearbeitet und durch das einfache Hinzufügen von unterschiedlich starken Unschärfen die Perspektive neu interpretiert: Plötzlich werden die eh schon bewegten, manchmal fast wilden Landschaften dreidimensional und bekommen durch die Tiefenschärfe einen stärkeren Focus auf Details, als sähe man das Bild durch ein Tilt-Shift-Objektiv.

Obwohl es auf den ersten Blick merkwürdig anmutet, diese alten Kunstwerke zu digitalisieren und manipulieren, ist das Ergebnis beim zweiten Hingucken umwerfend. Man ertappt sich gerade bei dem Gedanken, wie das im Film wirken würde, ob man das nicht auch animieren ...

Inspiriert hat melonshade übrigens Serena Malyon, eine Kunststudentin, die ebenfalls viele von Van Goghs Bildern (sowie die Werke von anderen berühmten Künstlern) digital bearbeitet hat. Bei ihren Arbeiten sieht man deutlicher als bei melonshade den Miniatureffekt, den man mit Tilt-Shift-Objektiven erzeugen kann.

Somewhere Small

»I really get into imagining how little people would use these structures. After the bones of the building are constructed, I start filling it in with little signs of life, adding silk and woolen rugs, handmade clay pots, mounted crystals and chips of semi-precious raw stones like Tiger’s eye, quartz and amethyst, tiny artworks, potted plants, flags and pennants, and an assortment of handmade furniture.« – Jedediah Corwyn Voltz

Jedediah Corwyn Voltz lebt in Los Angeles und ist Requisitenhersteller für Film und Fernsehen. Außerdem arbeitet er immer an verschiedenen Kunstprojekten, wir stellen hier die bezaubernde Serie »Somewhere Small« vor: kleine Baumhäuser, hineinkonstruiert, gebaut und eingerichtet in normale Zimmerpflanzen, wie z. B. Bonsai, Kakteen und Sukkulenten.

Jedediah Voltz sagt über dieses Projekt, dass er eines Tages angefangen habe, aus den Restmaterialien vom Requisitenbau kleine, fantastische Konstruktionen zu bauen, was dazu führte, dass er immer ausgeklügeltere, vollendetere Gebäude baute, bis er anfing, Baumhäuser in Zimmerpflanzen zu errichten.

Ohne die Miniaturen vorher zu planen, beginnt Voltz meist mit dem Bau einer Basis und konstruiert darauf das Haus, wobei er sich am Wuchs der Pflanze orientiert und intuitiv arbeitet. Steht erstmal die Grundstruktur, beginnt Voltz, das Haus mit Leben zu füllen, gerade so, als ob tatsächlich kleine Leute es bewohnen und benutzen würden: Teppiche, Tongefäße, Bilder an den Wänden, Pflanzen, Fahnen, Edelsteine, handgemachte Möbel u. v. m.

Auch ein Paar Skier vor dem Einstieg zum Baumhaus oder ein kleiner Holzofen mit Brennholz finden sich. In seinem Haus gibt es keine Pflanzen mehr, die nicht architektionisch erweitert und geschmückt wurden. Jede einzelne davon möchte man bewohnen oder doch zumindest erkunden – in einer Miniaturausgabe seiner selbst, versteht sich.