Icecle

»♥« – Comment on behance.net by Graphic designer María B.

Icecle ist eine Produkt- und Designidee, die der italienische Grafikdesigner Giovanni Busetti auf behance.net veröffentlicht hat.

Mit dem Untertitel »A new cycle« präsentiert Busetti sein Projekt anhand vieler grafischer Illustrationen, Fotos von Prototypen sowie einer App zur Vernetzung.

Es geht um ein Fruchteis, in dessen Stiel ein Samenkorn genau der Pflanze eingebracht ist, die die Frucht hervorbringt. Der Stiel wird nach dem Verzehr des Eises in Erde gesteckt und nach einiger Zeit keimt ein Himbeerstrauch, eine Erdbeerpflanze, eine Heidelbeere oder ein Kiwibaum. Aus den pürierten Früchten wird unter Zugabe von Zucker und Zitronensaft in selbstgegossenen Formen ein Eis hergestellt, das wunderschön den eigentlichen Früchten gleicht. Im Stiel findet sich wieder ein Same der Frucht...

Eine App vernetzt schließlich alle User, die am Icecle-Zyklus teilnehmen, mit Map, Fotoupload und vielen anderen Features.

Es ist ein spielerisches Projekt, das mit viel Liebe zum Detail umgesetzt und vorgestellt wird. Auch wenn Icecle vielleicht nie in Produktion gehen und kommerziell erfolgreich werden wird, sind wir als Samenhändler begeistert, denn Icecle ist gut und gründlich durchdacht und es steckt so viel darin, was uns selbst am Herzen liegt: hervoragendes Grafikdesign, Nachhaltigkeit, Do-it-yourself, Slow food, Netzkultur, Kulinarik, Gärtnerei, digitale Vernetzung.

Und nicht zuletzt ist uns das Wasser im Mund zusammengelaufen, so lecker sieht das Eis aus. Wir würden mitmachen.

Tierische Blumentöpfe

»Did you just experience cute overload? You’re not the only one. Any of these adorable animal planters would most certainly bring a nice dose of whimsy to any room that could use a little creative accessorizing.« — Decoist

Der Blog »Decoist« für Architektur und Inneneinrichtung zeigt eine Sammlung von Blumentöpfen, die alle die Form eines exotischen Tieres haben. Die sehen so wunderlich und skurril aus, dass man seinen Augen nicht traut.

Tja, ist das nun niedlich oder schaurig? Pop oder Kunst? Ästhetisch oder geschmacksverirrt? Kann man gar nicht so pauschal sagen, so verschieden sind die Töpfe in Stil und Material: schlichte Töpferware, asiatisch anmutende Bronze, quietschbuntes Plastik, Filz-Look, mal halbwegs realistisch, mal eher in Cartoon-Optik – aber in der richtigen Umgebung sind die alle toll.

Nochmal einen Zahn zulegen tun dann die Hängetöpfe/-vasen, die eine wunderbare Karrikatur von Trophäen eines Großwildjägers abgeben.

Takaya

Blumenkünstler aus Kyoto

»HANAYUI
Remembering the time when I had a flower clipped in my hair,
Remembering the time when flowers were close to me,
Tying flowers like tying hair,
Nature, trees and flowers, dressing up elegantly,
The flower artist, TAKAYA,
The one who ties together flower and person, HANAYUISHI.« — Takaya

Takaya wurde 1975 geboren und begann nach beruflichen Anfängen im kulinarischen Bereich 2004 in Kyoto als Blumenkünstler zu arbeiten. Er arbeitet nur mit frischen, echten Pflanzen und hat eine eigene Frisiertechnik entwickelt, mit der er Pflanze und Mensch verbindet.

Er versteht sich als HANAYUISHI, als jemand, der Mensch und Pflanze verbindet – und zwar nicht nur technisch, sondern harmonisch und ganzheitlich.

Growth

Der Blumentopf der mit der Pflanze wächst

»The life cycle of a plant is a transformation, from an early seed to its full grown size; the blooming of a flower, the unfolding of a leaf, the branching of the roots. This process is what GROWTH aims to capture within a plant pot.« — Studio Ayaskan

Das britische Studio Ayaskan hat einen Blumentopf entwickelt, der mit der eingetopften Pflanze wächst. GROWTH soll dem herkömmlichen Produktzyklus von produzieren → nutzen → wegwerfen einen nachhaltigeren Ansatz entgegensetzen und so ein natürlicheres Produkt schaffen.

Um das Ziel zu erreichen bedient sich das Studio bei der traditionellen »Origami«-Falttechnik wodurch ein ungewohnten, geometrischen Look entsteht, der sich mit zunehmender Größe außerdem verändert. Ganz nebenbei erspart der Topf dem Gärtner dadurch das stetige Umtopfen der wachsenden Pflanze.

Bisher wird GROWTH noch nicht produziert, bei Interesse kann man sich aber in eine Mailingliste eintragen.

Auf dem grünen Teppich

»Certes il est vert mais cela m'amusait le clin d'œil à la fois de la symbolique et des couleurs complémentaires.« — Gaëlle Villedary

Das kleine französische Dorf Jaujac feierte 2012 das 10-jährige Jubiläum seines Kunst- und Naturlehrpfades. Aus diesem Anlass hat die Künstlerin Gaëlle Villedary einen Grasteppich angelegt, der durch den ganzen Ort führt.

»Tapis rouge!«, »Roter Teppich!« heißt das interaktive, 420 Meter lange und 3,5 Tonnen schwere Kunstwerk. Der grüne Teppich, der sich durch schmale Gasse, über Plätze und Treppen windet, verbindet das Herz des Dörfchens mit der Natur des umgebenden Tals. Und die Kunst verbindet Mensch und Natur.

Lasst Blumen sprechen

Gärtnern 2.0 mit Koubachi

»Put Beni to a cooler place!« — Koubachi App

Auch ohne grünen Daumen und Post-its soll die Pflanzenpflege in Haus und Garten jedem gelingen: mit der kostenlosen Koubachi-App (nach dem gleichnamigen Unternehmen), die via Pushnachricht oder Mail Bescheid sagt, wann welche vom Benutzer angelegte Pflanze Wasser, Dünger oder Sprühregen braucht.

Individuellere Pflege, die sich etwas mehr nach den tatsächlichen als nach den theoretischen Bedürnissen der Pflanzen richtet, wird allerdings erst möglich, wenn der Koubachi Wi-Fi Plant Sensor eingesetzt wird. Der misst die Feuchtigkeit in der Erde, den Lichteinfall und die Temperatur, sendet die ermittelten Daten an die Koubachi Plant Care Engine, die dann Pflegehinweise ausspuckt.

Ob das was taugt? Es könnte gut sein. Die Pflanzendatenbank im Hintergrund ist umfangreich und beschränkt sich nicht auf Ficus und Co. Kleine Witzigkeiten wie individuelle Namen und Fotoupload für die einzelnen Pflanzen, ein Pflanzenfinder, wenn man nicht weiß, wie die Pflanze heißt, verschiedene Topfformen und -farben machen Spaß und überhaupt erinnert das Ganze ein bisschen ans Tamagotchi.

Allerdings kostet so ein Plant Sensor in der Indoor- oder Outdoorversion schlappe 90 Euro aufwärts und ermittelt den Bedarf von exakt einer Pflanze, im besten Falle einer Pflanzengruppe mit den gleichen Pflegebedürfnissen am gleichen Fleck. Das ist schlecht und die Failmeldungen in den Amazonkommentaren legen nahe, doch lieber genauer hinzugucken. Auf die Pflanzen.