Outside-In Garden

»What we see, we believe, but it is what we don’t see that holds the truth of what is because then it remains undistorted by our interpretation.« — Meir Lobaton Corona, Ulli Heckmann, Julia Pankofer

Der »Outside-In Garden« der Architekten Meir Lobaton Corona und Ulli Heckmann und der Landschaftsarchitektin Julia Pankofer wurde als visuelles Paradoxon für das 22. Internationale Garten Festival in Chaumont sur Loire in Frankreich konzipiert.

Das fast schon philosophische Architektur-Landschaftsarchitektur-Projekt spielt mit der Imagination der Betrachter: Während man sich nähert, sieht man nur den von Lobaton Corona und Heckmann minimalistisch gestalteten, durchscheinenden, weißen Quader, der über Waldboden zu schweben scheint. Mitten im rötlichen Schotter der Wege, leer, so meint man, bis auf ein paar Bäume, deren sich bewegende Schatten durchscheinen.

Erst wenn man hineinschaut, entweder von unten darunter oder durch eins der Schaulöcher, die in verschieder Höhe auf allen Seiten eingearbeitet sind, ändert sich das Bild plötzlich. Das kleine Stück Natur, dass zunächst hinter der Verkleidung verschwunden war, dehnt sich nun in die Ferne aus und man schaut in einen nicht enden wollenden Wald (entworfen von Julia Pankofer).

Dieser Effekt entsteht durch die mit Einwegspiegeln verkleideten Innenseiten, die die Bäume in alle Richtungen unendlich spiegeln. Was ist nun real? Gar kein Wald, sondern ein weißer Quader? Ein 5 x 8 m kleines Waldstück, dass ich hinter der Verkleidung vermuten kann? Oder ein sich in alle Richtungen ausdehnender riesiger Wald?