• Pflanzenmobil Tulita von Tula House
  • Pflanzenmobil Tulita von Tula House
  • Pflanzenmobil Tulita von Tula House
  • Pflanzenmobil Tulita von Tula House
  • Tula House, NYC
  • Tula House, NYC
  • Tula House, NYC

Pflanzen unter die Leute

»Plants aren’t just objects to put in a corner – they’re living, breathing, ever-changing companions that thrive in an atmosphere that feels like home.« – Tula House

Christan Summers und Ivan Martinenz sind die „Plant People“ von Tula House in New York City, die neben dem Betrieb ihres Ladengeschäfts mit ihrem Pflanzenmobil Tulita in der ganzen Stadt unterwegs sind und Grünpflanzen unter die Leute bringen.

Sie sind moderne Gärtner und Designer mit einer großen Leidenschaft für die Wunder der Natur und sie sind überzeugt, dass es für jeden die richtige Pflanze gibt. Bei der Auswahl helfen Sie mit viel Wissen und Sachverstand, schicke Töpfe von lokalen Keramikern, die richtige Erde und einen Pflegeplan gibt es bei Ihnen auf Wunsch auch.

„Plants need light.
Pots need holes.
Tables need character.
Homes need life.“

  • Tomatensorte „Sunviva” mit Open-Source-Lizenz

Open Source im Gemüsebeet

»Die Materie ist komplex, der Ansatz radikal. Aber ich bin optimistisch, dass da mehr kommen wird.« – Johannes Kotschi, OpenSourceSeeds

Die Freiland-Tomate »Sunviva« hat kleine gelbe Früchte. Doch die Farbe ist nicht das Ungewöhnlichste an dieser Sorte: »Sunviva« ist open-source-lizenziert.

Die Initiative »OpenSourceSeeds« will Saatgut als Gemeingut erhalten und damit ein Gegengewicht schaffen zum weltweiten Trend zu und Geschäft mit Hybridsorten (die man nicht selber vermehren kann) und patentiertem Saatgut (das man nicht selber vermehren darf).

OpenSourceSeeds versteht sich als Dienstleister, der neue Züchtungen mit einer Lizenz ausstattet, die sicherstellen soll, dass das lizensierte Saatgut ohne Einschränkung vervielfältigt, verkauft, weitergegeben oder weitergezüchtet werden kann. Außerdem sorgt die Open-Source-Lizenz dafür, dass niemand das Saatgut patentieren oder schützen lassen darf, auch nicht eventuell entstandende Weiterzüchtungen daraus.

Die Idee ist ziemlich neu (2012 wurde die erste Initiative in den USA gegründet), die Liste der lizensierten Soren noch superkurz, die Tomate »Sunviva«, eine Weizensorte, laut Wikipedia gibt es auch noch einen Römersalat.

Wenn man aber bedenkt, dass der weltgrößte Saatguthersteller einen Marktanteil von ca. 25% hat und die Tendenz immer mehr Richtung Monopolisierung geht, dann ist das Konzept revolutionär. Und große Vielfalt von Kulturpflanzen und Sorten sowie gesunden Wettbewerb und Innovation in der Saatgutzucht können wir nur begrüßen.

  • Temporäre Tattoos von Tattly - Rosmarin
  • Temporäre Tattoos von Tattly - Salbei

Temporäre Tattoos

Dass die Tattly-Tattoos funktionieren, haben wir schon unter Festival-Bedingungen getestet: locker über mehrere Tage hat man daran Freude. Und umso mehr Spaß macht es, dass auch die ästhetische Qualität stimmt, ganz zu schweigen von der großen Auswahl.

Unsere Neuentdeckung: Die botanischen Wasserfarbenbilder des Franzosen Vincent Jeannerot. Der Aquarellkünstler lebt und arbeitet in Lyon, stellt innerhalb Frankreichs, aber auch weltweit aus und unterrichtet im Rahmen von Workshops im eigenen Atelier.

Die von Tattly angebotenen Motive sind vor allem großblütige Blumen und Kräuter. Pfingstrosen, Hortensien, natürlich Rosen, aber auch Petersilie, Salbei, Rosmarin und Thymian verlocken – dezent parfümiert – zum genaueren Hinsehen und -schnuppern.

Gemüse aus Lettland

»We create so many different things! One day we have decided to share our creations with the world - that's when the MapleApple shop was born. The feeling when you send your handmade item to the customer overseas is awesome! We hope that our customers enjoy our items!« – Anastasija, Inhaberin MapleApple

Jelena und Anastasija sind Mutter und Tochter, leben in Riga, Lettland und können sich gar nicht mehr erinnern, wie alles anfing. Heutzutage jedenfalls haben sie das Haus voller Perlen, Garn, Farbe und vielem mehr. In kreativer Handarbeit stellen Sie ein breites Spektrum an Dingen her, auch Spezialanfertigungen, die sie in ihrem Etsy-Shop „MapleApple“ vertreiben.

Uns hat es natürlich vor allem das Play Food angetan, das die zwei begeisterten und sympathischen Frauen auch als Waldorf- oder Montessori-Spielzeug verkaufen. Das handgestrickte Gemüse ist ganz liebevoll und naturnah gestaltet, die Karotten laufen in einen Wurzelfaden aus, das Laub der roten Bete hat gelbe Flecken, die Kartoffeln zeigen schon Keimstellen, die Zitrone ist an einem Ende ein bisschen knubbelig, die Petersilienwurzel hat drei Spitzen.

Wie im echten Leben eben! Und umso schöner, grade weil das gestrickte Material natürlich nur sehr begrenzt eine lebensechte Gemüseoberfläche darstellen kann. Diese Mischung ist toll und jedes einzelne Produkt ist Kinderspielzeug und kleines Kunstwerk gleichzeitig. Ausschließlich 5-Sterne-Bewertungen wundern uns überhaupt nicht.

Kickstarter für schwebende Bonsais

»Air Bonsai is a floating star. How would you like to plant your country's very own bonsai and make a wish on that "little star"?« – Hoshinchu auf Kickstarter

Wieder mal ein Kickstarter-Projekt, das schon lange vorm Finanzierungstermin weit übers Ziel hinaus geschossen ist: Das japanische Atelier Hoshinchu von der Insel Kyushu begeistert (nicht nur) seine Unterstützer mit dem »Air Bonsai«, ein Bonsai-Baum, der über einer Basis schwebt und rotiert.

Das Do-it-yourself-Kit besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten:
Die »Energy Base« besteht aus Porzellan und hat eine verspiegelte Oberfläche. Sie enthält einen strombetriebenden Magneten und einen Drehmechanismus.
Das »Little Star« genannte Medium, in das die Bonsai-Pflanze gesetzt wird, ist ein moosbedeckter Schaumstoffball. In ein vorgebohrtes Loch wird Erde gefüllt und eine kleine Auswahl regionaler, selbstgesammelter Zweige und Triebe gepflanzt. Die Erde wird solange im Loch verteilt und festgedrückt und die Triebe werden solange vorsichtig beschnitten, bis der Little Star aufrecht über seiner Basis rotiert.

Beide Komponenten gibt es in verschiedenen Ausführungen, die Energy Base von serienproduziert bis aufwändigst handgearbeitet, den Little Star gibt es auch als ausgehöhlten Lavastein, in den gepflanzt wird. Obwohl der Air Bonsai als Bausatz zum Selbst-Bepflanzen mit regionalen Pflanzen gedacht ist, kann man auch gleich einen Bonsai-Baum dazukaufen, je älter gewachsen, desto luxuriöser im Preis.

Alle Ausführungen des Air Bonsai wirken sehr ruhig und zart und harmonieren stimmig mit der meditativen Ästhetik von Bonsai-Bäumen. Fast nie zu sehen ist auf den Bildern allerdings das Stromkabel, das natürlich ein Wermutstropfen ist und die Little Stars ein bisschen wieder auf den Erdboden zurückholt.

Blumen im Weltall

»You know, I think if we’re going to Mars, and we were growing stuff, we would be responsible for deciding when the stuff needed water. Kind of like in my backyard, I look at it and say ‘Oh, maybe I should water the grass today.’ I think this is how this should be handled..« – Scott Kelly, Astronaut

Die gerade auf der Raumstation ISS erblühten Zinnien sind zwar die ersten Weltraum-Blumen, aber natürlich nicht die ersten Pflanzen im All: Schon Anfang der 80er Jahre experimentierte die Sowjetunion erstmals mit der Aufzucht von Pflanzen auf Raumstationen. Auch das Veggie-Programm der Nasa erforscht, wie Pflanzen in Mikroschwerkraft gedeihen, nicht zuletzt, weil selbst angebautes Gemüse die Verpflegung auf Langzeitmissionen mit frischen Lebensmitteln bereichern würde. 

Die Pflanzen entwickeln sich unter rotem, blauem und grünem LED-Licht. Optimale Luftzirkulation in der Gewächskammer gewährleistet, dass die Pflanzen nicht an ihren eigenen Emissionen ersticken. Das Veggie-Bewässerungssystem transportiert das benötigte Wasser über Dochte zu den Wurzeln, sodass diese auch in der Schwerelosigkeit immer gleichmäßig viel Wasser und Sauerstoff bekommen.

Am 16. November 2015 wurde das Veggie-System mit den Zinniensamen bestückt und aktiviert. Anhand ihres Gedeihens sollten neue Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie Pflanzen in annähernder Schwerelosigkeit wachsen.

Ende Dezember bemerkte Astronaut Scott Kelly, dass die Pflanzen nicht gut aussahen, trotz streng beachteter Pflegepläne des Veggie-Systems. Erst als Scott, ganz Gärtner, nach Gefühl bewässerte, erholten sich die Zinnien. Am 12. Januar blühten die ersten Knospen auf.

Zinnien sind als gute Nektarspender bekannt und sehr attraktiv für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge – wie diese sich wohl in der Schwerelosigkeit verhalten würden?